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EXIt_OPEN:\\

Experimentelle und improvisierte Musik

Die freie Improvisation und das Experimentieren mit Sounds sind Orte, die für Musiker Freiheit und Herausforderung zugleich bedeuten: Die Grenzen durch musiktheoretische Regeln (Harmonielehre, Rhythmus, Instrumente, Aufbau...) werden weitestgehend aufgehoben. Wachsamkeit , Achtsamkeit, Auf-sich- und Aufeinander-Hören sind die einzigen Hilfsmittel, die dann ein Weiterkommen ermöglichen.

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Der Ausgang des Experiments ist offen.
Diese musikalische Praxis entsteht und lebt noch stärker als Musik überhaupt im Moment. Sie ist riskant, kann nicht geplant und nicht reproduziert werden. Sie entzieht sich damit auch der Verwertbarkeit einer Musikindustrie und stellt insofern vielleicht einen musikalischen Gegenentwurf dazu dar: Musik, die einfach zum Hören da ist. Jetzt.
Obwohl in Tübingen und Umgebung einige Protagonist/innen der freien, improvisierten und der experimentellen Musik wohnen, ist diese Musikrichtung in den Veranstaltungskalendern der Stadt deutlich unterrepräsentiert und außerhalb der Jazz- und Klassiktage kaum zu finden.
Eine Ausnahme ist der Club Voltaire: Hier hat die improvisierte, experimentelle Musik bereits spätestens Ende der 90er Jahre mit dem NIET (New Improvisor Ensemble Tübingen) eine Heimat gefunden. Eine große „Klangraumperformance“ dieser Gruppierung veranstaltete der Club Voltaire im Jahr 2000 im Fußgängertunnel unterm Schloßberg. Auch in der Zeit nach dem NIET gab der Club improvisierter Musik immer wieder eine Bühne, exemplarisch erinnert sei hier nur an den legendären Auftritt der „paper factory“ mit u.a. Jochen Irmler und Mike Svoboda, im Oktober 2005 im Rahmen der Jazz- und Klassiktage.

Diese eher vereinzelten Auftritte fasst der Club Voltaire seit 2012 in die neue Veranstaltungsreihe EXIt_OPEN:\\

Sie wurde im Januar 2012 mit einem Konzert von „Mandala Movie“ eröffnet, dann folgte am 25.5.2012 ESSIGHAUS

8.12.2012 The Yoso Project (im Rahmen von 40 Jahre Club Voltaire)

15.12.2012 im Fruchtland (im Rahmen von 40 Jahre Club Voltaire)

2013 fand ein Konzert mit Thomas Maos und Silvia Pfänder statt "Mein Muadr mog mi ned"; ein Fusionskonzert von The Yoso Project mit Halle 016 (dem Experimentalorchester der Bruderhausdiakonie  Reutlingen);

 

Außerdem entstand eine regelmäßig wiederkehrende Session für experimentelle improvisierte Musik. Seither findet ca 4 bis 5mal im Jahr in unregelmäßigen Abständen dieses freie Treffen experimentell-orientierter Musiker statt - einfach ins aktuelle Programm schauen!

HIer ein youtube-link zur EXit_OPEN-Session vom 11.7.2014

Oder ein Link zu Soundcloud mit den aktuellen Aufnahmen der Exit_Open Session unter https://www.soundcloud.com/exitopen

„If it sounds good and feels good, then it IS good!“  Duke Ellington