Hauptinhalt

Vorheriger Monat Vorherige Woche Nächste Woche Nächster Monat
Nach Jahr Nach Monat Nach Woche Heute Suche Zu Monat
Termine für die Woche :
18. März 2019 - 24. März 2019
Montag
18. März
  • Beginn: follow site 20:00

    putty download Literatur im Club - Dialoge der Kulturen

    mehr Info: auf den Titel klicken

    Kassandra

    Am 18.März 1929 wurde Christa Wolf geboren. Zu diesem Anlass präsentiert die Schauspielerin, Regisseurin und Sprecherin http://fehrelektro.ch/?x=wupos-agent-app Blanche Kommerell ihr Programm nach Christa Wolfs "Kassandra“.

    Aus einem Text zu einer früheren Lesung in Berlin:
    "Warum ist Kassandra für dich heute noch aktuell?“, frage ich Blanche. "Weil immer noch Krieg ist!“, antwortet sie. Ohne zu zögern. Wie leben Menschen untereinander im Krieg? Wie lebt eine Frau im Krieg, die nicht wie all die Männer ein "Held“ werden kann? Kassandra wollte Seherin werden. Doch nicht das verbindet uns heute mit der Figur, die in Christa Wolfs Erzählung einen Monolog spricht. Was uns interessiert ist ihr Selbstwerdungsprozess in der Stunde ihres Todes und was uns begeistert ist das Merkmal, das sie als Seherin bei Christa Wolf von einer Staatspriesterin unterscheidet: dass sie "echte Zustände der Ekstase erlebt haben muss, durch die sie sich in Gegensatz brachte zu ihrer sozialen Umgebung.“ Mitten im Krieg zu sehen hieß also, sich auch aus dem Kreis der Eigenen zu lösen hin zum Anderen: "Wahn-Sinn als Ende der Verstellungsqual.“ Etwas löst sich in ihr, sie wird frei. Frei davon, gefallen zu wollen und stolz zu sein.“

    Blanche Kommerell schenkt toten DichterInnen durch ihre Lesungen Raum, in dem heute gesagt werden kann, was damals unmöglich war. Das eröffnet viele Fragen zum Leben und zum Dasein in einer durch Zwänge und Ängste verengten Gesellschaft. Sie wurde 1950 in Halle/Saale als Tochter der Schauspielerin Ruth Kommerell geboren. Als Theaterkind stand sie 5jährig zum ersten Mal auf der Bühne des Maxim-Gorki-Theaters Berlin, danach wirkte sie in vielen Film- und Theaterprojekten mit. Am Deutschen Theater erarbeitete sie in den 90er Jahren Matineen zu Marina Zwetajewa, Anna Achmatowa und Annette von Droste-Hülshoff mit Margit Bendokat, viele Literaturprogramme wurden von ihr im Laufe der Jahre erarbeitet. 1990 erhielt sie einen noch bestehenden Lehrauftrag für Sprache und Schauspiel an der Universität Witten-Herdecke; sie baute das dortige Studententheater auf und inszeniert seither jährlich dessen Projekte.

    Für ihre sprachkünstlerische und -pädagogische Arbeit erhielt Blanche Kommerell 2008 den Deutschen Sprachpreis der Henning-Kaufmann-Stiftung. Im November 2017 wurde sie "als engagierte Verfechterin eines lebendigen Kulturlebens an der Universität“ und "ungemein erfahrene, temperamentvolle Theaterregisseurin über drei Jahrzehnte hinweg“ mit dem ESPRIX ENGAGÉ der Universität Witten/Herdecke ausgezeichnet.

    Mit ihren Literaturprogrammen reist Blanche Kommerell durch Deutschland und die Schweiz, liest in Berlin, Sils-Maria im Engadin oder Witten-Herdecke, - oder in Tübingen. 

    In Tübingen gestaltet Blanche Kommerell das Programm mit den beiden Sprecherinnen kaleidoscope medford oregon Andrea Kreisel und Lydia Roknic, Jonathan Gray begleitet das Programm am Cello.

    www.blanchekommerell.de



    Eintritt: 12.-, ermässigt 8.-

     Kartenreservierungen per Email an buero@club-voltaire.net

     

    Ort: Club Voltaire

     

     

     

Dienstag
19. März
  • Es gibt keine Events an diesem Datum
Mittwoch
20. März
  • Es gibt keine Events an diesem Datum
Donnerstag
21. März
  • Es gibt keine Events an diesem Datum
Freitag
22. März
  • Beginn: 20:00

    Comedy und Kabarett

    mehr Info: auf den Titel klicken

    Trio Watüpf

    PREMIERE!

    TRIO WATÜPF sind Eberhard Hermann aus Wannweil, Matthias Knodel aus Tübingen und Helmut Bachschuster aus Pfullingen. Als Zudrittunterhalter singen und musizieren sie in der ihnen möglichen Art von skurrilem, schrägen und wunderlichem Humor, den sie in Straßenauftritten, Figurentheater, Varieté und KNOBA SÖRWISS Kellnerkomik seit fast drei Jahrzehnten auf die Bühne bringen. Nun verbreiten sie auch noch im Anzug (mit Weste!) große Heiterkeit im Publikum.

    Eintritt: 10.- / erm. 8.-

    Kartenreservierungen per Mail an buero@club-voltaire.net

     

     

    Ort: Club Voltaire

     

     

     

Samstag
23. März
  • Beginn: 19:30

    Literatur

    mehr Info: auf den Titel klicken

    Vom Geheimnis der Feen

    Zu allen Zeiten und in allen Kulturen erzählen viele Mythen, Märchen und Sagen von einem Reich, das man vergeblich auf  der Landkarte sucht. Die Anderswelt.

    Ihre Bewohner, die Feen, sind mächtige Wesen, mit denen nicht zu spaßen ist, und die nach eigenen Maßstäben leben. Feen verfügen über magische Kräfte und wollen mit Respekt behandelt werden. Dann kann die Begegnung mit ihnen zum Glück ausschlagen. Andernfalls werden die Menschen hart, manchmal sogar mit Krankheit und Tod bestraft.

    Dorothea Auer aus Ulm nimmt Sie mit in diese verwunschene Welt und erzählt von vielfältigen Erfahrungen der Menschen mit den Feen.

    Und da nicht nur diese die Musik lieben, wird die Tübinger Musikerin Margit Böse mit ihrer Stimme und verschiedenen Instrumenten, eine Verbindung zwischen beiden Welten schaffen.

     

    Ort: Club Voltaire

     

     

     

Sonntag
24. März
  • Beginn: 20:00

    Konzert

    mehr Info: auf den Titel klicken

    oygnblik

    konzerte der band oygnblik - klezmer songs & stories sind mehr als ein konzert, sie sind eine bewegende präsentation von klezmermusik, yidishen liedern und hintergründen.

    in ihren konzerten stellt die band oygnblik (yidish für augenblick) lieder ihrer cd veynen heyst bay undz lebn (weinen heißt bei uns leben) und stücke ihres neuen programms tantsn (tanzen) vor. sie präsentiert klezmer-musik und lieder in yidisher sprache. ausgewählte texte zeichnen kultur und geschichte der yidishen bevölkerung mittelosteuropas und der usa nach. die zurzeit vierköpfige gruppe entstand 2017 in verbindung mit dem projekt yidishe lider – klezmer songs & stories im gemeinnützigen connect! e.v. für musik - tanz - kultur.
    in ihrem abendfüllenden programm präsentieren die musiker*innen die bewegenden lieder der yidishen kultur, die zwischen melancholie und lebensfreude oszillieren. als klezmer formierten die
    in die usa ausgewanderten yidishsprachigen menschen die vorwiegend instrumentale form ihrer musik vor etwa 100 jahren auf der basis alter traditionen. seither wurde die klezmer-musik weltweit immer bekannter, in den deutschsprachigen ländern vor allem ab den 1960er jahren.
    neben emotionaler und temperamentvoller musik tragen die mitglieder von oygnblik während ihrer konzerte liedtexte vor, die spannende geschichten erzählen voller tiefgang, gefühl und humor. auch einige der yidishen lieddichter, komponisten und interpret*innen werden vorgestellt und kulturgeschichtliche hintergründe angeschnitten. wo möglich, bringt die klezmer-band zudem eine historische bilderschau mit, die ihre konzerte umrahmt und illustriert.
    oygnblik besteht momentan aus kristina stary (piano, gesang), albert kunze (gesang, ansagen, projektleitung ) sandra schelkle (querflöte, gesang) und bernhard wagner (gitarre, mandoline, gesang). die vier sind offen für weitere musiker*innen, die ihre leidenschaft für die klezmer-musik und das gemeinsame, auch mehrstimmige singen der yidishen lieder teilen.
    die klezmer-songs von oygnblik stammen von yidishen dichtern und barden, deren wirken zurück geht auf die musik der klezmorim genannten yidishen musikanten, die in der zweiten hälfte der etwa 1000jährigen deutsch-jüdischen geschichte nachweisbar sind. yidish als sprache und kultur wurzelt in dialekten und orten süddeutschlands. wegen verfolgungen von dort geflohen, schuf die yidish-jüdische bevölkerung in polen, litauen und anderswo in mittelosteuropa blühende kulturen.
    der zusammenhang zur deutschen geschichte wird auch verdeutlicht durch den 70 %igen westger-manischen anteil der yidishen sprache. eine weitere, allerdings fatale verbindung kommt von der zerstörung der yidishen kultur im eigenen siedlungsgebiet durch den nazismus, den von deutsch-land ausgehenden vernichtungskrieg sowie durch die vertreibung und ermordung von circa 12 millionen yidene und yidn. sie führte dazu, dass die zersprengte yidishe kultur heute als vom aussterben bedroht gilt, da es kaum noch muttersprachler*innen gibt.
    oygnblik entstand in kooperation mit dem vom ethnologen und kulturwissenschaftler albert kunze 2016 gegründeten projekt yidishe lider - klezmer songs & stories (siehe www.yidishe-lider.org) innerhalb von connect! - gemeinnütziger verein für musik - tanz –kultur mit sitz in tübingen. dieses musikkulturelle und -historische projekt möchte möglichst viele yidishe lieder transkribieren, über-setzen und mit noten, akkorden und tonaufnahmen veröffentlichen. so sollen viele kleine lebendige erinnerungen für diese faszinierende gefährdete kultur entstehen.

    www.oygnblik.org

    Eintritt: 14.- €, erm. 10.-, Vereinsmitglieder connect! e.V. 12.-

    Kartenreservierungen per Email an buero@club-voltaire.net

    In Zusammenarbeit mit dem




     

    Ort: Club Voltaire