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Im Rahmen der Tübinger Jazz und Klassik Tage 2000 organisierte der Club Voltaire die Aufführung der Dreigroschenoper in der Interpretation der Gruppe Hörsturz. Aufführungsort war der Theatersaal im Sudhaus.
Hörsturz formiert sich aus dem Gitarristen Hubertus Hildenbrand (Jg. 1971), dem Schagzeuger Reinhard Brüggemann (Jg.1944) und dem jungen Bassisten Maciej Domaradzki.
Die Musik der Dreigroschenoper von Brecht und Weill wurde im Gesamtzusammenhang neu
interpretiert. Eigentlich ist die Musik der Dreigroschenoper ganz europäisch: komponierte Musik ohne Improvisation. Der Jazz erreichte Europa damals als kuriose, neue Tanzmusik. |
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Shimmy, Jive, Charleston, Foxtrott florierten in den zahllosen Tanzetablissements des vergnügungssüchtigen Berlin. Weill nutzte und verarbeitete dies in der Dreigroschenoper als seinen Versuch, heisse Musik mit heissen politischen Themen zu verbinden.
Hörsturz nimmt sich dieser Stücke an und geht gleichzeitig darüber hinaus, spielt notengetreu die Themen und verarbeitet sie dann zu neuer Musik. Einerseits schwingen die textlichen Inhalte im Hinterkopf mit, andererseits löst sich die ganze Art der Interpretation vom Vorbild um zum Ende doch zur Ursprungsmelodie zurück zu finden. |
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