Seit 1993 besteht nun mehr die bundesweit einzigartige Initiative, dem lateinamerikanischen Kino ein breiteres Publikum zu erschliessen. Veranstalter ist die Arbeitsgemeinschaft CineLatino (Filmtage Tübingen, Deutsch-Brasilianische Kulturgesellschaft e.V. / SCBA, Aktionszentrum Arme Welt und Club Voltaire). Entstanden ist das Festival aus der Zusammenarbeit zwischen den Filmtagen Tübingen und dem Club Voltaire. Nachdem sich das Festival von Tübingen auf Stuttgart und Frankfurt/Main ausdehnen konnte, hat sich in Lateinamerika selbst der Stellenwert erhöht. Aus diesem Grund stellen Filmemacher und Produktionsfirmen ihre Filme dem CineLatino direkt zur Verfügung. Ausserdem ermöglicht die Anwesenheit der Filmemacher als Gesprächspartner in allen drei Städten dem Publikum einen interessanten und lebhaften Zugang zu einem Kino, dass in seiner künstlerischen Qualität den Vergleich mit dem europäischen Kino nicht zu scheuen braucht.

Das Festival wird vom 27. April - 12. Mai 2001 wieder in Tübingen, Stuttgart und Frankfurt/Main stattfinden. Geplant ist unter anderem eine Retrospektive mit Filmen des peruanischen Regisseurs Francisco J. Lombardi, der zuletzt mit dem Film "Der Hauptmann und sein Frauenbataillon" (Pantaléon y las visitadoras / Peru 1999) nach dem Roman von Mario Vargas Llosa Aufmerksamkeit erregt hat. Die exotische Militärsatire wird als subtropische Antwort auf "Catch 22" und "Dr.Strangelove" angekündigt.
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